Deutschland mal aus einer anderen Perspektive entdecken
Vor kurzem entschloss ich mich endlich, meinen alten Traum zu verwirklichen. Ich möchte eine Taucherausbildung absolvieren, um unsere Welt auch mal aus einer anderen Perspektive kennen zu lernen. Zuerst kam mir diese Idee, als ich im Spiegel einen interessanten Artikel über die Bergseen in der Alpen las. Es ging in diesem Artikel darum, dass es in den Alpen Seen gibt, die so rein und klar sind, dass man als Taucher komplett freie Sicht hat und einen Gefühl der Schwerelosigkeit bekommt, als ob man im All ist. Damals dachte ich aber, dass so eine Ausbildung und die entsprechenden Kosten für die Ausrüstung so hoch sind, dass es für mich eher nicht lohnen würde.
Als ich mich aber vor einigen Wochen es gründlicher untersuchte, fand ich heraus, dass man nicht unbedingt viel Geld braucht, um zu tauchen. Der Taucherkurs an sich, kostet etwa 200€ mit allem Drum und Dran. Man braucht auch keine Ausrüstung vorher zu kaufen, diese wird normalerweise von der Schule bereit gestellt. Die Tauchervereine, wo man eine entsprechende Ausbildung absolvieren kann, sind auch in einer genügenden Zahl in meiner Umgebung vorhanden. So konnte ich sogar einen Verein auswählen, wo die Ausbildung zeitlich besser mit meinem Studium zusammen passt. Ich trat mit einem Verein in Kontakt und bekam einen Schnuppertag angeboten, wo ich eine Vorstellung von der Ausbildung, den Leuten, die mich ausbilden würden und dem Tauchen bekommen könnte. Das Angebot nahm ich war.
Dieser Tag war für mich nicht unbedingt leicht. Der Druckausgleich klappte bei mir nicht so richtig, deswegen konnte ich nicht mal auf eine Tiefe von 3 Metern im Schwimmbad tauchen, ohne Schmerzen in Ohren zu bekommen. Dazu war ich sehr lange nicht in der Lage, mich mit dem Jacket vertraut zu machen und mit dem Tarieren klappte auch deswegen nicht gut. Ich war fast verzweifelt. Mein Ausbilder bot mir daraufhin noch einen Schnuppertag an. Das Angebot nahm ich diesmal auch war, mit der Hoffnung, dass es diesmal besser klappt. Zu hause übte ich Druckausgleich und fand heraus, dass es gar nicht so schwer ist. Die zweite Übung verlief viel besser, da ich bereits vorstellen könnte, was mich erwartet. Der Druckausgleich funktionierte diesmal ohne Probleme und ich konnte eine Weile im Schwimmbad unter Wasser schwimmen und einige Übungen machen, die zum Kurs gehören. Am Freitag muss ich noch eine ärztliche Untersuchung machen, damit ich offiziell zum Kurs zugelassen werde. Danach kann es log gehen.
