Schloss und Gartenanlage Schwetzingen
Sonntag, 11. Mai 2008Diesen Tipp bekam ich von einem unbekannten Herrn, während meines Besuches von Schloss in Heidelberg. Er sagte, dass es hier in der Nähe einen Garten gibt, der nach Vorbild Versailles gebaut wurde und als Residenz eines der Kurfürsten diente. Der Name des Kurfürsten, wie ich später im Internet heraus fand, war Carl Theodor (1724-1799).
Im Schloss selbst war ich wegen der zeitlichen Gründen leider nicht. Man muss schon mindestens den halben Tag dafür planen, wenn man sowohl die Gartenanlage, als auch den Schloss besuchen möchte, da ich aber von vorne hinein das nicht wusste, entschied ich mich für den Fahrt erst am Nachmittag, als die Sonne nicht so stark wurde.
Der Garten ist riesengroß und besteht eigentlich mindestens aus 2 Gärten. Der erste Teil gehört mit seinen Kanälen und Wiesen zu englischen Gärten.
Hier findet man große Teiche mit Kastanien-Alleen entlang, eine schöne weiße chinesische Brücke, die zur Merkurtempel führt. Leider war zur Zeit meines Besuches der Tempel mit Bauleitern umgeben, da hier anscheinend Renovierungsarbeiten stattfanden.
Am Eingang des Tempels findet man eine Tafel, wo eine Kuh und eine Frau abgebildet sind. Damals wusste ich nicht, was das zu bedeuten war, nach dem Rückkehr nach Hause (besser spät als nie), fand ich heraus, dass diese Szene aus einem Mythos ist, laut dem, Zeus mal in Io, die Tochter des Flussgottes Inachos, verliebt war und sie entführen wollte, wurde aber von seiner Gattin – Göttin Hera erwischt und um die Entführung zu vertuschen, verwandelte er seine Geliebte in eine Kuh. Daraufhin forderte Hera ihn auf, die Kuh ihr zu schenken und beauftragte Riesen Argos Io zu bewachen. Schließlich war Io von Hera wieder ins menschliche Gestalt verwandelt.
Überall im Park findet man Wildtiere. Es sind unterschiedliche Arten von Enten, Schwäne, Reiher und anderen. In Teichen und Wasserkanälen schwimmen Fische, manche davon sind sogar größer, als eine Ente.

Für dieses Foto hätte ich beinahe einen auf den Kopf vom Vater-Schwan bekommen, da ich zu nah an die Kleinen heran wagte: 
Der zweite, französische Teil hat eine geometrisch ausgeglichene Struktur, anstatt von Teichen und Kanälen findet man hier jetzt unterschiedliche Brunnenanlagen, wilde Tiere, wie Reiher oder Schwäne fehlen, dafür kann man einen blauen Pfau ganz aus der Nähe beobachten.

Hier befindet sich auch der Schloss.
